Roland Schappert

FILMKONZEPT | KUNST STATION WOLFSBURG

 

VOR-ANSICHT

SHORT VERSION | PROMO

Konzept – „Worte im Raum“

Roland Schappert bewegt sich durch den Hauptbahnhof und begegnet dabei einem Ort, der selbst voller Sprache ist: Anzeigen, Schilder, Werbung, Abfahrtszeiten, Hinweise und kurze Botschaften bestimmen den Raum. Dazwischen steht seine eigene Arbeit – Schrift, die nicht nur Information vermittelt, sondern zum Bild und Teil der Architektur wird.

Nahaufnahmen zeigen einzelne Worte und Ausschnitte des Werks, Oberflächen und Strukturen der Wand, vorbeiziehende Menschen, Displays, Beschilderungen und die Bewegung des Bahnhofs. Dabei entstehen immer wieder Bilder, in denen sich seine Schrift , die des Künstlers mit den alltäglichen Schtiftzügen des Ortes vermischt.

Wir gehen in das Interview mit Roland Schappert über. Ausgangspunkt ist der Bahnhof selbst und die Frage, was mit Sprache passiert, wenn sie den vertrauten Raum einer Buchseite verlässt und Teil eines öffentlichen Ortes wird. Von dort führt das Gespräch zu seiner künstlerischen Arbeit, seiner Verbindung zur Region und schließlich zu seiner Lyrik.

Bilder von der Entstehung der Arbeit können den Prozess sichtbar machen: Roland vor der Wand, Details seiner Hände und Materialien, einzelne Buchstaben und Worte, die nach und nach Teil des Raumes werden. Bei der Eröffnung kommen die Menschen hinzu. Die zunächst für sich stehende Arbeit bekommt Betrachter und wird Teil des alltäglichen Lebens am Bahnhof.

Wenn Marcus Körber ein Gespräch mit Roland im Raum führt, können auch daraus einzelne Momente einfließen. Zusätzlich beantwortet Marcus ein bis zwei kurze Fragen zu Roland, seiner Arbeit und der Bedeutung der Kunst-Station nach 20 Jahren.

Poetischer Abschluss

Nachdem wir den Künstler nun näher kennengelernt haben, komm es zu einem eigenständiger Abschluss;  Roland spricht ein kurzes Gedicht oder einen lyrischen Text ein (1 min).

Für diesen Moment verlassen wir das klassische Interview vollständig. Roland ist nicht mehr sprechend im Bild zu sehen. Seine Stimme liegt für maximal etwa eine Minute als Over-Voice über ruhigen, präzisen Beobachtungen des Bahnhofs und seiner Arbeit, eine Weiterführung der Vermischung von text am Bahnhof und der Arbeit in der Kunst-Station, kommen zum tragen. Sofern vorhanden, werden weitere Bilder der Entstehung unchronlogisch eingemischt.

Bewegungen der Menschen am Bahnof werden mit verfolgt, es ergeben sich zufällig überscheidungen mit dem Inhalt der Lyrik von Robert Schappert, den Menschen und den Texten am bahnhof.

So bekommt die Lyrik einen eigenen Raum und konkurriert nicht mit dem Interview. Gleichzeitig verbindet sie am Ende Rolands Sprache, seine bildende Kunst und den Bahnhof miteinander.

Das Gedicht muss dabei nicht erklären, was wir sehen. Im besten Fall entsteht zwischen Text und Bildern eine zusätzliche Ebene – fast wie ein sehr kurzer Film innerhalb des Films.

ZIEL

Ein kurzes, atmosphärisches Künstlerporträt von etwa 4–6 Minuten, das Roland Schapperts Umgang mit Sprache in den Mittelpunkt stellt und ihn mit dem besonderen Ort der Kunst-Station verbindet.

Der Hauptbahnhof wird dabei nicht nur zur Kulisse, sondern zum Gegenüber seiner Arbeit: ein öffentlicher Raum voller Informationen, Zeichen, Bewegung und flüchtiger Begegnungen. Schapperts Schrift setzt diesem permanenten Informationsfluss eine andere Form von Sprache entgegen – eine, die betrachtet, gelesen und interpretiert werden kann.

Interview, Beobachtungen des Bahnhofs, Entstehung und Präsentation des Werks führen schließlich zu einem kurzen poetischen Abschluss. Mit Rolands eingesprochenem Gedicht löst sich der Film für einen Moment vom klassischen Künstlerporträt und lässt Wort, Bild und Raum unmittelbar miteinander wirken.

FRAGEN

[OPTIONEN]

Roland Schappert – Künstler

Einleitende Frage:
Ist ein Hauptbahnhof wie dieser eigentlich ein Ort, der dich inspiriert? 

1. Bezug Arbeitsweise:
Du beschäftigst dich stark mit der Sprache und ihrer „Bildwerdung“. Was kann ein Wort als Bild, was es als geschriebener oder gesprochener Satz nicht kann?

2. Bezug Region, HBK:
Du hast in Braunschweig an der HBK studiert – trägst du diese Region noch in dir und mit dir mit?

3. Bezug Bahnhof:
Was passiert mit einem Wort, wenn es nicht mehr auf einer Buchseite oder einem Bildschirm steht, sondern plötzlich Teil einer Wand und damit Teil eines Raumes wie diesen wird? 

4. Bezug zur Lyrik:
Wann weißt du: Das wird kein Bild – das wird ein Gedicht?

5. Letzte Frage:
Was kann Kunst an einem Ort wie diesem den Menschen mitgeben? 

 

Marcus Körber – Kurator, Vermittler, Leiter der Städtischen Galerie

1. Macht Kunst an einem Hauptbahnhof Sinn – und dann auch noch für 20 Jahre?

2. Wenn du einen so vielseitigen Künstler wie Roland Schappert an die Wand holst, kannst du dann dennoch erahnen, was du am Bahnhof als Werk entdecken wirst?

Stichworte

  • Sprache wird Bild
  • Worte im öffentlichen Raum
  • Schrift zwischen Information und Kunst
  • Bahnhof als Ort voller Zeichen und Botschaften
  • Flüchtigkeit und Bewegung
  • Kunst zwischen Alltag und Durchreise
  • Lyrik trifft öffentlichen Raum
  • Wort, Bild und Architektur
  • 20 Jahre Kunst-Station
  • Sprache neu wahrnehmen

Struktur des Films [Optionen]

  • Einstieg über den Hauptbahnhof als Ort voller Sprache, Zeichen und Bewegung
  • Close-Ups: Anzeigen, Schilder, Werbung, Schriftzüge und einzelne Worte
  • Roland Schappert und seine Arbeit in der Kunst-Station
  • Interview im bzw. mit Bezug zum Bahnhof
  • Details der Wandarbeit: Schrift, Materialien, Oberflächen und Entstehungsprozess
  • Bewegungen und Menschen am Bahnhof als visuelle Gegenwelt und Verbindung zur Arbeit
  • Überschneidungen zwischen den Schriftzügen des Bahnhofs und Rolands Arbeit
  • Bilder der Entstehung und Eröffnung
  • Marcus Körber als kurze kuratorische Perspektive
  • Poetischer Abschluss: Roland spricht einen lyrischen Text / ein Gedicht als Over-Voice
  • Freie, assoziative Montage aus Bahnhof, Menschen, Schrift und Kunstwerk zum Gedicht

Interview Struktur

  • Einleitung: Bahnhof als möglicher Inspirationsraum
  • Bezug zur Arbeit: Sprache und „Bildwerdung“ der Schrift
  • Bezug zur Region: Studium an der HBK Braunschweig und Verbindung zur Region
  • Bezug zum Bahnhof: Schrift und Kunst im öffentlichen Raum
  • Bezug zur Lyrik: Verhältnis zwischen Bild, Sprache und Gedicht
  • Bezug zur Kunst-Station: Roland Schapperts Arbeit im Kontext von 20 Jahren Kunst am Hauptbahnhof
  • Abschluss: Was Kunst den Menschen an einem Ort wie diesem mitgeben kann

PLANUNG

Stand: 25.08.26

– Terminfindung – Entstehung des Werks & lyrischer Part:
Wann wäre ein geeigneter Termin, um die Entstehung bzw. Anbringung des Werks zu filmen und gegebenenfalls auch eine lyrische Performance des Künstlers aufzuzeichnen?

– Interview mit Roland Schappert | 10. September – An der Kunststation | ab ca. 14 Uhr
– Konzeptfilm Aufnahmen – mit Roland Schappert | 10. September ab ca. 15 Uhr / oder Termin Vorab..
– Dokumentation Eröffnung | 10. September mitRoland Schappert | ab ca 18 Uhr

[Gibt es eine Option die Anbringung oder das Arbeiten der Künstlerin and er Wand zu filmen?]

Location | Bahnhof Wolfsburg

Konzept & Regie: Stephan Chamier